Theoretischer Hintergrund der Schriftvergleichung
Grundlage der vergleichenden Handschriftenuntersuchung bildet die Erfahrungstatsache, dass die Handschrift als grafische Objektivierung einer Schreibhandlung unter normalen Bedingungen zwischen verschiedenen Personen mehr oder minder unverwechselbar ist und innerhalb eines Schreibers über verschiedene Zeitpunkte hinweg relativ stabil bleibt. Dabei bestimmen die besondere Konfiguration und Variation der grafischen Merkmale den Grad der Eigenprägung.
Die Einmaligkeit ihrer Ausprägung macht die Handschrift als Mittel für den Sachbeweis im Rahmen von Echtheits- bzw. Urheberschaftsprüfungen zu einer Spur von hohem Stellenwert, da sie direkt zu ihrem Urheber führen kann. Damit kommt der Handschrift die gleiche Beweiskraft zu, wie z.B. den Merkmalen des Fingerabdrucks oder der menschlichen Erbinformation (DNS).